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Zacharias Gold v.d. Sheltiemühle - Giacomo

7. Nov. 1991 - 1. Sept. 2007

Welpen :

  • 16.7.1997 Ina z Vesnicky u. Hranic CS: 2/1 Desiree, Diana (v.d. Hausruckshelties)
  • 23.7.2001 Cindy v.d. Hausrucksheltie: 1/2 Cyrano, Chiff-Chaff, Caroline (of Cherryglen)
  • 07.9.2001 Francehill Fashionable : 1/1 Delegate, Delilah (of Cherryglen)

Erfolge :

  • ÖJuCH, Int.CH, ÖCH, HRCH, VetCH, Ö. CLBCH, 6 x CACIB
  • und weitere viele Pokale in Ausstellung und Agility gewonnen.

Wie wir zu unserem Hund kamen

(von Ferdinand Schulze, geschrieben Ende 1992)

Die Entscheidung einen Sheltie zu kaufen, war gefallen als wir diese Hunde zum erstenmal auf der Wiener Hundeausstellung im Jahre 1990 sahen. Durch Zufall hatten wir die Hundeausstellung besucht, denn eigentlich waren wir auf der gleichzeitig stattfindenden Katzenausstellung, "unsere" Züchterin zu besuchen. Meine Frau gab den Anstoß, hinüber zu den Hunden zuschauen, hatte Sie doch in Ihren Kindheitstagen zwei Collies gehabt. Gesagt - getan, gemma Collies schaun, da schau was ist denn das? Die am dortigen Stand fürz645

907britische Hütehunde anwesende Frau Wolf erklärte mit Engelsgeduld: das sind Shelties. Also, so einen Hund wollten wir haben, das war ansatzlos klar. Er würde sehr gut zu unseren Katzen und in unsere kleine Wohnung passen.

Der Kauf

Im Frühjahr 1992 war es dann soweit, nun wollten wir einen SHELTIE kaufen. Wie geht denn das? Na ganz einfach! Man ruft beim ÖKV an, wo man Auskunft über eine bestimmte Hunderasse, in dem Fall Shelties, erhalten könnte. Kein Problem sagt der ÖKV, das wäre der Verein für britische Hütehunde, der gibt Auskunft wer gerade Welpen hat, rufen sie Hr. Prenner an, Telefonnummer sowieso. Hr. Prenner ist ein freundlicher Herr, den wir sogar beim ersten Anruf erreicht haben, er sagt: "Oiso an gold sable Sheltie Rüden Welpen hat im Moment die Fam. Bilek, Telefonnummer ehschowissen." Na, sowas die Fam. Bilek hatte ich ein paar Monate zuvor beim Möbelkaufen zusammen mit Ihrem YANKEE getroffen, und natürlich sofort darauf angesprochen und eine Visitenkarte mitgenommen und aufgehoben. Ein Termin war rasch vereinbart, und so saßen wir dann ein paar Tage später auf dem Sofa bei Bileks umringt von einer Horde Shelties. Aber nicht von allen, denn unserem Zacharias von der Sheltiemühle, dem einzigen gold sable Rüden, waren wir suspekt. Der ganze Z-Wurf hat uns abgeschleckt und auch die erwachsenen Shelties sind zu uns gekommen und haben sich ihr Hundekeksi geholt, nur Zacharias nicht. Trotzdem, er war es, der oder keiner. Wir waren rasch handelseins, Zacharias war unser, wir würden ihn in einer Woche abholen.

Die ersten Tage

Eine Woche Zeit, sich das ganze Umfeld für den Hund vorzubereiten. Körbchen, Leine, Futterschüsserl u.s.w., na und wie soll er denn gerufen werden? So ähnlich wie Zacharias aber kürzer. Hin und herüberlegen, schlussendlich sind wir dann auf GIACCOMO gekommen. Von Fam. Bilek haben wir dann nach Kaffee und Kuchen und einigen hundert Hundebussis unseren Giaccomo mit allen Papieren und Leine und zwei Schüsserln mitgenommen. Leine war fürs erste gestrichen, Hunzi mag das nicht, gebärdet sich wie wild, und überhaupt, jetzt wird sich gefürchtet. Am Nachhauseweg war er aber sehr ruhig und hat keinen Terror gemacht. Zuhause: vor Angst gelähmt, aber zu uns zutraulich. Wir haben ihn zuerst einmal stundenlang gestreichelt, da hat er sich ruhig verhalten, aber am Liebsten war er in seinem Körbchen. Nächstentags musste er an die Leine gewöhnt werden, was zwar von ihm mit anfangs größtem Widerwillen erduldet wurde, jedoch nach kurzer Zeit hatte er sich an die Leine gewöhnt und ist sehr brav mit uns gegangen. Joki und Burli, unsere Kater, und Giacomo hatten sich sehr rasch aneinander gewöhnt, das war kein Problem. Der obligate Besuch beim Tierarzt, den niemand versäumen sollte der ein neues Tier in seinem Haus aufnimmt, verlief schon turbulenter, Giacomo hat den Tierarzt bei der Zahn-Kontrolle gebissen und eine ordentliche Tachtel dafür geerbt.

Geschadet hat ihm das aber nicht, er war dann einige Tage auffallend brav. Der Tierarzt - Dr. Punzet - meinte lapidar nach dem Biss, "die Gebisskontrolle müssens üben, sonst gibts Schwierigkeiten beim Ausstellen'. Mit dem Gesundheitszustand von Giaccomo und den Papieren, lmpfpaß und Pedigree, war er sehr zufrieden, "perfekt" hat er gesagt, ein großes Lob für die Familie Bilek, die sich wirklich sehr für ihre Hunde einsetzt, sowohl vor, als auch nach dem Verkauf, wie wir in der Folge noch feststellen konnten. Natürlich haben wir daraufhin mit Giaccomo "zeigs Zahndi' geübt, so daß eine Woche später das Ziehen von hartnäckigen Milchzähnen völlig planmäßig erledigt werden konnte.

Die Clubs und die Ausbildung

Jeden dritten Freitag im Monat trifft sich der Club für britische Hütehunde im Restaurant Wienerwald in Wien-Simmering. Die Familie Bilek hatte uns darauf aufmerksam gemacht, und vorgeschlagen uns dort zu treffen. Bald war es soweit und wir waren dort, natürlich mit Giacomo. Große Wiedersehensfreude mit seinen Kameraden und der Familie Bilek, er hat vor Freude gleich ein kleines Lackerl gemacht, obwohl er in der Zwischenzeit schon zimmerrein war. Die Leute dort haben uns sehr freundlich empfangen, und haben mit nützlichen Informationen nicht gespart, die man als Hundeanfänger sicher gebrauchen kann. So erhielten wir dort auch den Hinweis auf die Abrichtekurse des Vereins für Hundefreunde, wo wir auch heute noch zum Abrichten hingehen. Selbstverständlich sind wir beiden Clubs beigetreten und fühlen uns dort sehr wohl und kompetent unterstützt und beraten. Am ersten Tag in der Hundeschule hat sich unser Hund vor den anderen großen Hunden die dort waren, sehr gefürchtet und an Abrichten war nicht zu denken. Da konnte Abhilfe geschaffen werden durch lange Spaziergänge im Schwarzenbergpark, wo man sehr viele Spaziergänger mit Hunden treffen kann. Kontakte mit anderen Hunden der verschiedensten Rassen stärkt im Laufe der Zeit das Selbstvertrauen des jungen Hundes und ist ein wichtiger Bestandteil der Erziehung. Durch die viele Bewegung von Hund, Frauerl und Herrl ist der Hund ordentlich gewachsen und täglich schöner geworden, aus Frauerl und Herrl mit Ärmelschonerkondition sind emsige Spaziergänger geworden.

Die erste Ausstellung

Eines Klubabends im Gespräch mit Frau Brenner meinte Sie, ich solle den Hund doch ausstellen, er schiene ihr geeignet dafür. Ich besprach mich mit meiner Frau und wir stellten Giacomo in der Clubschau in Traiskirchen aus. Es war ein sehr schöner Tag, die Leute und die Hunde waren freundlich, und unser Hund wurde erfreulich bewertet. In der Folge haben wir unseren Hund mehrfach ausgestellt und natürlich sehr viel dazulernen müssen, jedoch uns und dem Hund hat es sehr viel Spaß und Freude gemacht, weil auch schöne Erfolge nicht ausgeblieben sind.

Der Sheltie in der Stadt

In der Zwischenzeit waren wir mit unserem Hund im Urlaub in der Steiermark, der problemlos und erholsam verlaufen ist, wenn man davon absieht das Giacomo am ersten Tag gleich eine Burgmauer hinuntergefallen ist und sich an einem Zehennagel verletzt hat. Er ist nun ein wohlerzogener Hund, der auch schon teilweise ohne Leine gehen kann, im Gelände und in der Stadt kommt er brav auf "hier", er ist ruhig und zurückhaltend, wie es sich für einen Sheltie gehört. Durch den Abrichtekurs ist er jetzt voll Selbstvertrauen gegenüber anderen Hunden, zwar nicht agressiv, aber er läßt sich auch von größeren Hunden nichts gefallen. Als sehr positiv möchte ich anmerken, daß wir noch nie wegen des Hundes angepöbelt wurden oder sonstigen Ärger mit Nachbarn oder ähnliches hatten, ganz im Gegenteil, wir wurden sehr oft gefragt, was denn das für eine hübsche Hunderrasse ist, für das gute Benehmen des Hundes gelobt und ob alle Hunde dieser Rasse so lieb, nett und freundlich sind.