Francehill
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    Francehill - Margaret Norman

Mein erster Sheltie war ein blue-merle – Sky Blue of Crawley-Ridge. Als ich mit dem Bus zur Schule fuhr, kamen wir an einem weisshaarigen Mann vorbei, der an der Strassenseite bei seinem morgendlichen Spaziergang stand – mit ihm waren sechs kleine „Lassies“. Ich verliebte mich sofort in sie und es war nicht mehr lange zum Endstation waren meine Schwestern abgelenkt und ich schlüpfte aus dem Bus und sprach zu dem Mann. Er erzählte mir, dass er Col. Russel von den Crawley-Ridge Shelties war – und Musik zu meinen jungen Ohren – er hatte einen Welpen für den er einen Platz suchte. Nachdem ich das Gezeter von meinen Schwestern akzeptierte, war meine nächste Arbeit meine Eltern davon zu überzeugen, dass ich wirklich diesen Welpen brauchte. Mein sehr geduldiger Vater war einverstanden, diese Woche nach Crawley-Ridge zu fahren – und sobald mein Vater Col.Russel getroffen hatte, wusste ich, „Sky“ würde mein sein, so wurde ich mit 8 Jahren wurde ich Mitglied in der grösser werdenden Gruppe der Sheltieliebhaber. Glücklicher Tag !

Überflüssig zu sagen, dass „Sky“ nur ein Liebhaberhund war – ich machte Odebience Training mit ihm, aber er hatte nicht die Eigenschaften von meinen FRANCEHILL’s Shelties. Tatsächlich wurde meine erste Hündin Fiona of Buchknowte, eine Hündin die ich von meinem Lohn als Ferienaushilfe bei den lokalen Hundepensionen bekam. Ich liess sie von einem Exford Rüden decken – und der erfolgte Wurf wurde verkauft. Von dem Erlös erstand ich 2 Exfords. Eine war sable gezüchtet – FRANCEHILL Discreet of Exford, der andere ein blue merle “Show” Welpe, FRANCEHILL Glamour of Exford. Discreet war eine wundervolle Hündin, erzeugte meinen ersten CC-Sieger in FRANCEHILL Frolicsome, Käufer war Maurice Baker, Discreet hatte – glaube ich - auch den grössten Wurf – 11 Welpen, alle gesund und munter !

Als nächstes wurde ich gefragt, warum ich FRANCEHILL als Züchtername aussuchte – sehr uninteressant, denn es war die nächste Strasse wo ich in Camberley Surrey lebte.

Shelties aus dieser Zeit erschienen stämmiger – nicht übergross, aber mit schwereren Knochen und eine definitive Neigung zu den Arbeitshundqualitäten der Zucht.

Heutzutage scheint ein schlankerer, dünnknochiger Hund bevorzugt werden, mit mehr Elegance, weniger Kräftigkeit. Mit dieser Elegance kamen einige Probleme – Hündinnen brauchen Kaiserschnitt, falsche Schnauze, denn das Vorgesicht ist zu eng und das Maul ist zu schmal. Ich muss aber sagen, dass viele besser getragene und gesetzte Ohren haben, die Rutenlänge besser ist und auch das Temperament. Die Präsentation hat sich stark verbessert.

In der ersten Zeit vor vielen Jahren dachte ich, dass ein kleiner tricolor Hund der im Besitz von Mrs. Baker war – Beacon of Houghton Hill nahe perfekt war. Er war ein Kriegswelpe, daher war er zu alt um auf Ausstellungen gezeigt zu werden, er wurde nie ein Champion, aber er war ein wundervoller Zuchtrüde. Als ich das erste Mal CH. Helensdale Ace sah war ich total sprachlos. Er war ein ganz anderer Typ im Gegenteil zu den Hunden im Süden von England – er war zauberhaft und bombenfest im Temperament. Tatsächlich war ich so beeindruckt, dass ich Mr. Sounders fragte, ob er mir einen Hund verkauft und ich erstand Helensdale Frolic, er bewährte sich als meine grösste Anlage und ich denke eine Menge von Züchtern im Süden Englands verwendeten ihm als Zuchtrüden um das Temperament zu verbessern. In meiner FRANCEHILL Linie erwies er sich als „outcross“, die Resultate waren ein Mix von wunderbar bis katastrophal !

Meine Shelties waren nie Wohnungshunde – meine Familie war nicht hundefreundlich – meine Mutter sagte, dass ihr Haus kein Hundzwinger ist ! Wie auch immer, bevor jemand denkt, dass meine Hunde isoliert von mir leben – ich verbringe geradezu meine ganze Zeit mit ihnen. Wie schöner ist es meine Zeit mit Spielen und trainieren meiner Hunde zu verbringen, statt drinnen vor dem Computer zu sitzen.

Ich wurde gefragt, auf welches Ereignis ich am meisten stolz bin. Tatsächlich ist es meine grösste Freude diese kleinen wackeligen Welpen aufwachsen zu sehen – das FRANCEHILL Temperament in ihnen funkeln zu sehen – wie auch immer, ich beantworte die Frage ! Ich denke mein erstes selbst gezüchtetes CC bei der ESSC mit Francehill Clamourous in 1960 oder bei der Crufts mit CH. Mcintosh of Francehill in 1978, oder wieder bei Crufts mit CH.Francehill Willow Pattern in 1998 – jeder CC ist ein Nervenkitzel und auch nach 51 Jahren Sheltiezucht ist ein noch immer ein „Kick“.

Ich weiss, dass wir erbliche Probleme in der Zucht haben, ich will auch nicht leichtsinnig klingen, doch ich wünsche mir, dass die Leute die Shelties geniessen können und sich nicht Sorgen machen müssen. Lasst und immer positiv und nicht negativ denken.

Wenn ich einen Zuchtrüden für meine Hündin aussuche, dann denke ich zuerst an das Temperament, dann an den Zucht Typ, dann an den Stammbaum. Ich versuche immer den möglichst Besten zu finden – wie glücklich wir in UK sind - £ 100,-- (ca. 148.- € ) und ein voller Tank genügt um zum besten Hund des Landes zu fahren. Tatsächlich ist es nicht einfach – den Richtigen zu rechten Zeit zu bekommen ist nahezu unmöglich.

Wenn der erwartete Wurf da ist, wollen wir ihn einstufen – Shelties sind bekannt für die verschiedenen Typen, und tatsächlich, wenn in einem Wurf alle Welpen einander so ähnlich sind wie ein Ei dem anderen, muss es nicht bedeuten, dass sie von exklusiven Champions abstammen. In der Regel bekommt ein Sheltie 4 – 5 Welpen, üblicherweise ist ein kleiner und auch ein grosser dabei, und hoffentlich können wir den Mittelgrossen auswählen. Ich wähle den Welpen nach Temperament, hoffentlich ist er in guter Grösse und die Ohren sind gut gesetzt und getragen, dunkle intelligente Augen, die gut eingesetzt und nicht zu rund sind und ein Kopf mit einem kräftigen Stop. Ein Kopf der frühzeitig zu schön ist, wird meist ein Collietyp, während ein ausgeprägter Kopf selten zu flach wird. Der Sieger in dem Wurf hat einen langen Hals, er wird hoffentlich gut gewinkelte Schultern und starke runde Knochen haben, ein Hinweis auf eine gerade Front. Auch die Hinterbeine sollen gute Winkelungen haben, und die Rute soll lang sein.

In meiner Linie habe ich immer viel Wert auf das Temperament gelegt, ich liebe gute Grösse, aber nicht zarte Knochen oder Körper. Der Körperbau ist sehr wichtig – und wie das ganze Erscheinungsbild einen Hund von guter Qualität ausmachen, aber mit guten Arbeitshundqualitäten. Um festzustellen, „Francehill Ohren“ kennzeichnen diese aufmerksamen Ohren, gut platziert und aufmerksam getragen, dies macht zusätzlich den lieblichen Ausdruck des Shelties aus. Ich bevorzuge ein hartes, geradeliegendes Fell – kein flauschiges Fell, zu viel Fell hebt nicht das Fehlen der Beschaffenheit auf.

Wenn ich einen Wurf Welpen habe so bemühe ich mich sie wie kleine Erwachsene zu behandeln – meine Welpen werden an das Auto gewöhnt, an das Geräusch des Staubsaugers und die normalen Geräusche des Radios, Hundegebells und Geschirrspülers. Wenn Sie Ihren „Sieger“ in dem Wurf aussuchen, dann beginnen Sie den Welpen an den Tisch zu gewöhnen, mit einem kleinen Leckerli für ein gutes Benehmen. Leinentraining kann dann beginnen, wenn Sie die Auswahl getroffen haben, seien Sie nicht zu streng und sagen Sie niemals „NEIN“. Trainieren Sie immer mit Lob und Belohnung – wenn Sie bemerken, dass Sie ungeduldig oder ärgerlich werden, brechen Sie ab und machen Sie etwas anderes. Denken Sie daran, der Welpe hat nicht darum gebeten ein Ausstellungshund zu werden, das Leben sollte immer herrlich bleiben.

Meine Welpen bekommen viel Fürsorge, sie müssen sauber gehalten werden, ich verwende Zeitungspapier, das ich mehrmals am Tag wechsle. Wenn sie jung sind bekommen sie eine Wärmelampe und ein Vetbed – öfters auch eine Wärmeflasche. Ich beginne so früh als möglich zuzufüttern, es gibt verschiedene Marken von Welpenfutter, die eingeweicht in warmes Wasser ein gutes Futter ergeben. Ich gebe den Welpen auch geschabtes Rindfleisch. Ich füttere sie mehrmals am Tag – es ist nicht möglich, dass sie zu dick werden, sobald sie aktiv werden, verbrauchen sie genug Kalorien !

Die Frage war – was sind die Pläne für die Zukunft ? Meine Zucht „of Francehill“ wurde im Juni 1953 vom Kennel Club registriert, ich habe jeden Tag genossen – die Shelties sind mein Leben und Bemerkenswerterweise ist der morgendliche Spaziergang noch immer meine grösste Freude !! Ich habe 10 Shelties, im Alter zwischen 6 Monaten und 15 Jahren, alle schauen wundervoll aus und obwohl ich nicht zu vielen Ausstellungen gehe, erfreue ich mich heute noch genauso an meinen Shelties wie früher auch, die Zwingerroutine erhält sie glücklich – und mich fit.

Ich werde ein zweites Mal die Shelties bei der Crufts richten, das erste Mal war 1974 – ich werde darauf achten, dem Standard gerecht zu werden und mit dem Temperament und der Kondition, die den Shelties so speziell macht. Auf Wiedersehen im 2006 !

Margaret Norman. (Juni 2004)

(übersetzt von Susanne Schulze)

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