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4.8.2002: Fakir (Rüde), Fridolin
(Rüde) und Fiona (Hündin)
Für Arielle haben wir diesmal
Geraud the Golden Frenchmann v.d. Sheltiemühle
ausgesucht. Wir kennen den Rüden schon länger
und wissen, dass er ein sehr gutes lebhaftes Wesen hat,
schön gebaut ist und ein schönes Fell hat.
Beide sind von guter Grösse. Er vererbt nur sable.
Nach 4 Wochen haben eine Ultraschalluntersuchung machen
lassen, sie bekommt Babys.
Ab dem 58. Tag habe ich die Hündin genau beobachtet.
Nestchen bauen, starkes hecheln ist ein Anzeichen, dass
es bald ? losgeht. Wurfkiste ist vorbereitet, Wärmelampe,
Tücher, Küchenrolle, Schere (falls die Nabelschnur
abgeschnitten werden muss).
Am 59. Tag (eigentlich in der Nacht, hat Arielle dann
zum Nestchen bauen - kratzen am Boden .... - begonnen.
Ich habe einen grossen Mistsack auseinandergeschnitten
und aufs Bett gelegt, darauf zwei alte Leintücher.
Arielle hat Kontakt gesucht und ist mit mir darauf gesessen.
Futter hat sie verweigert. Sonntag (4.8.2002) um 9 h
hat es dann angefangen. Sie legt sich nieder und man
merkt an den Anspannungen der Hinterbeine dass die Wehen
beginnen. Dann verliert sie Fruchtwasser und die Wehen
kommen in kürzeren Zeiten. Ich schmiere mir die
Finger mit Vaseline ein und taste die Scheide ab. Wenn
ich hier Beinchen spüren würde, dann weiss
ich, dass es mit Hinterteil zuerst kommt und es schwierig
werden kann.
Um 9 Uhr 50 druckt sie dann den ersten Rüden heraus,
mit Kopf zuerst, gut. Sie steht auf, weil sie sich sehr
plagt. Der Rüde ist ein Stückchen heraussen,
ich bewege ihn leicht, das animiert zu weiteren Wehen.
Ich suche nach der Nabelschnur und halte sie fest, die
Nachgeburt kommt auch raus, gut. Ich kann die Nabelschnur
mit den Nägeln durchreissen, ca 3-5 cm vom Welpen
weg. Arielle wird sie schon kürzen. Dann reisse
ich die Hülle auf, drücke leicht die Schnauze
auf, der Welpe schnappt nach Luft, alles gut. Ich gebe
den Welpen Arielle zum säubern und die Nachgeburt
zum fressen. Dann nehme ich Küchenrollen und trockne
vorsichtig den Welpen ab, gelingt nicht ganz, Arielle
schleckt ununterbrochen. Ich wiege den Welpen und schau
ob Rüde oder Hündin, ob alles dran ist, kein
Nabelbruch, keine Afterkralle (huch - da gibt es ja
welche, die werden morgen von der Tierärztin abgeschnitten),
keine offene Stelle im Kopf, kommt alles vor. Atmung
gut, alles o.k. wiegt 180 g, Ferdinand schreibt die
weissen Zeichen auf, damit wir ihn kennen. Dann lege
ich ihn wieder zu Arielle, sie schleckt weiter (regt
den Kreislauf und die Verdauung an), der Welpe beginnt
zu trinken (er soll innerhalb einer Stunde trinken).
Aufatmen und auf den nächsten warten. Wieder Anspannung
der Hinterbeine, Presswehen. Der zweite kommt leichter
raus, obwohl mit dem Hintern zuerst. 10 Uhr 25, eine
Hündin, 190 g. Sehr gut, alles o.k., auspacken,
schlecken, wiegen, trocknen, schlecken, trinken. Dann
wieder Presswehen, 10 Uhr 50: ganz schnell kommt einer
raus, bereits ausgezogen, Nabelschnur ist ab, aber der
Welpe ist in Ordnung. Ganz lebhaft, quickt und bewegt
sich stark. Rüde, 155 g. Die Nachgeburt ist auch
da. Alles gut gegangen, Arielle ist jetzt ruhig, ich
taste ihren Bauch ab. Wahrscheinlich nichts mehr drinnen.
Wir warten noch eine halbe Stunde, ... dann gebe ich
Arielle mit den Welpen in die Welpenkiste mit Wärmelampe
(ist so eine Lampe, mit der auch Küken aufgezogen
werden). Arielle hat schon zwischendurch Wasser bekommen,
jetzt bekommt sie Futter, sie frisst. Dann homöpathische
Mittel, falls noch ein Nachzügler im Bauch steckt.
Die Welpen schmatzen. Wir kontrollieren nun immer wieder,
ob die Welpen warm sind und auch wirklich Milch in den
Zitzen ist. Die Welpen werden am Abend wieder gewogen,
ein bisschen abgenommen ist normal. Am nächsten
Tag haben sie schon zugenommen und heute wiegen sie
680 - 750 g. Innerhalb 16 Tagen. Fridolin und Fakir sind fleissig weitergewachsen (vielleicht haben sie geglaubt, dass sie Collies werden sollen), sie sind ca. 45 cm hoch geworden. Fiona ist ein hübsches Sheltiemädchen mit ca. 36 cm geworden.
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